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Helfende Hände für Köln

Helfende Hände für Köln

Wenn aus Vorfreude Realität wird: Die Ankunft indischer Auszubildender in Deutschland

Der Fachkräftemangel stellt viele Pflegeeinrichtungen in Deutschland vor große Herausforderungen. Die Diakonie Michaelshoven hat sich deshalb dazu entschieden, neue Wege zu gehen und gemeinsam mit educaro internationale Auszubildende für die Pflege zu gewinnen. Ziel ist es, langfristig Fachkräfte auszubilden und gleichzeitig jungen Menschen aus dem Ausland eine berufliche Perspektive in Deutschland zu ermöglichen. Bereits im Oktober 2024 sind die ersten KandidatInnen in Köln, bei der Diakonie Michaelshoven, angestellt worden und weitere Projekte mit indischen Pflegefachkräften stehen bevor.

Nach monatelanger, teilweise sogar jahrelanger Vorbereitung war es am 07.04.2026 endlich so weit: Zehn indische Auszubildende machten sich auf den Weg nach Deutschland, um ihren neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Bis zu diesem Moment hatten die Kandidatinnen und Kandidaten bereits viel geleistet. Neben ihrem Schulabschluss absolvierten sie intensive Deutschkurse und erreichten das B2-Sprachniveau. Während des gesamten Prozesses wurden sie von unserem educaro-Team in Indien begleitet und unterstützt – von der Beratung zu Sprachkursen über organisatorische Fragen bis hin zur Vorbereitung auf das Leben in Deutschland.
Am Flughafen wurden die Auszubildenden schließlich vom deutschen educaro-Team sowie von dem Geschäftsführer, Christian Potthoff, und VertreterInnen der Diakonie Michaelshoven herzlich empfangen. Gerade für die jungen Menschen, die zum ersten Mal so weit von ihrer Heimat entfernt sind, bedeutet ein persönlicher Empfang besonders viel. Sie lassen Familie, Freunde und ihr gewohntes Umfeld zurück und starten in einem neuen Land mit einer neuen Sprache und einer neuen Kultur. Entsprechend groß sind häufig die Aufregung und die Unsicherheit in den ersten Stunden. Umso schöner war es zu sehen, wie herzlich die Kandidatinnen und Kandidaten willkommen geheißen wurden. Die offene Atmosphäre half dabei, erste Unsicherheiten abzubauen und den Start in Deutschland deutlich leichter zu machen. So wurde aus einem organisatorischen Ankunftstag ein echtes Willkommen.
Im weiteren Verlauf des Tages wurden die Auszubildenden zu ihren bereits vorbereiteten Wohnungen gebracht. Doch die Unterstützung endete nicht mit der Ankunft. In den darauffolgenden Tagen begleitete unsere Integrationsmanagerin die neuen Auszubildenden bei vielen wichtigen Schritten des Alltags. Gemeinsam wurden Mietverträge unterschrieben, Bankkonten eröffnet und SIM-Karten eingerichtet. Außerdem standen erste Stadterkundungen und Besuche in Supermärkten auf dem Programm, damit sich die jungen Menschen schnell in ihrem neuen Zuhause zurechtfinden konnten.

Diese Einreise hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die ersten Tage für eine erfolgreiche Integration sind. Der Einreisetag ist dabei ein bedeutender Meilenstein, aber nur ein Teil eines viel größeren Prozesses. Entscheidend ist die kontinuierliche Begleitung davor und danach. Wenn Arbeitgeber ihre neuen Auszubildenden von Anfang an wertschätzend empfangen und ihnen Orientierung geben, entsteht Vertrauen und eine gute Grundlage für die gemeinsame Zukunft. So können Unsicherheiten abgebaut und ein erfolgreicher Start für alle Beteiligten ermöglicht werden.

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