Zwei Jahre Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Ein Kommentar
Die Tagesschau zieht zwei Jahre nach Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes in…
Für viele Einrichtungen im Gesundheitswesen ist die gezielte Gewinnung internationaler Fachkräfte längst kein Experiment mehr, sondern eine strategische Entscheidung. Die Gräfliche Kliniken Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz geht diesen Weg gemeinsam mit educaro. Am 23.02.2026 reisten vier KandidatInnen und aus Mexiko ein und starteten ihren beruflichen Weg in der Moritz Klinik.
Hinter jedem dieser vier Menschen steht eine persönliche Entscheidung, die weit über den Beruf hinausgeht: Ein Leben im Heimatland zurücklassen, um in Deutschland neu anzufangen. Mit unserem educaro-Standort in Mexiko, begann die Begleitung für die KandidatInnen nicht erst mit der Einreise, sondern bereits in ihrem Heimatland. Die vier KandidatInnen hatten zuvor ein mehrjähriges Studium abgeschlossen und im Vorfeld ein intensives Sprachtraining absolviert, bei dem sie das zur Einreise erforderliche B1-Niveau erfolgreich erreichten. Auch alle administrative Schritte wurden von educaro frühzeitig begleitet. Ergänzend dazu wurden sie gezielt auf den deutschen Arbeitsalltag, kulturelle Besonderheiten sowie die organisatorischen Abläufe im Gesundheitswesen vorbereitet.
Was am Einreisetag am Flughafen Leipzig sofort auffiel war, dass neben educaros Integrationsmanagern auch zwei Ansprechpartner der Moritz Klinik persönlich vor Ort waren, erkennbar an Deutschland- und Mexiko-Flaggen, die sie mitgebracht hatten – eine kleine Geste mit großer Wirkung. Dass Einrichtungen ihre neuen Mitarbeitenden persönlich empfangen, ist keine Pflicht, aber eine der wirkvollsten Möglichkeiten, von Beginn an Vertrauen aufzubauen. Gemeinsam setzte man sich nach der Ankunft kurz zusammen, bevor es mit dem Shuttle zur Wohnung weiterging. An der Wohnung angekommen, warteten bereits drei weitere Ansprechpartner der Klinik. Die Unterkunft war vorbereitet, das WLAN funktionierte, und die KandidatInnen konnten sich noch am selben Abend bei ihren Familien melden und die KandidatInnen betraten einen Rahmen, der ihnen von Beginn an Sicherheit bot.
Am Folgetag begleitete educaros Integrationsmanagerin die KandidatInnen durch die zentralen administrativen Schritte. Zum Mittagessen trafen sich alle gemeinsam in der Kantine der Klinik, wo die KandidatInnen einen ersten Eindruck vom Arbeitsumfeld gewinnen konnten. Im Anschluss wurden Personalfragebögen ausgefüllt, Dokumente geprüft und die Wohnung gemeinsam durchgegangen, von der elektrischen Herdplatte und kippenden Fenstern bis hin zur Waschmaschine. Solche Momente mögen klein wirken, sind aber entscheidend dafür, dass KandidatInnen selbstständig und sicher in ihrem neuen Alltag ankommen.
Auch über die ersten Tage hinaus bleibt educaro fester Ansprechpartner für die KandidatInnen und die Moritz Klinik. Regelmäßige Feedbackgespräche sichern den weiteren Verlauf, und die sprachliche Entwicklung geht weiter bis hin zum B2-Niveau. Das gemeinsame Ziel ist es, die KandidatInnen innerhalb von etwa 9 bis 12 Monaten als voll anerkannte Pflegefachkräfte im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren.
Wer internationale Fachkräfte gewinnen will, trifft irgendwann eine strategische Entscheidung. Die Einreise in Bad Klosterlausnitz zeigt, was diese Entscheidung in der Praxis tatsächlich bedeutet: Vorbereitung, die man nicht sieht, und ein Empfang, den die KandidatInnen nicht vergessen. Beides zusammen ist kein Zufall, sondern Ergebnis der richtigen Struktur.
Die Tagesschau zieht zwei Jahre nach Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes in…
Um alle Abläufe im hochkomplexen Migrationsprozess von internationalen Pflegekräften möglichst…