Pflege und Bürokratie
Erfahren Sie hier, warum der Fachkräftemangel mit dem bestehenden Verwaltungsapparat…
Für viele Einrichtungen ist die Frage nicht mehr nur ob, sondern auch wie sie internationale Fachkräfte gewinnen können. Die Augustinum Wohnstifte gGmbH setzte dabei auf einen Weg, der auf Struktur und nachhaltiger Begleitung basiert, und entschied sich, gemeinsam mit educaro aus dem Ausland zu rekrutieren. Am 09.02.2026 begleitete educaro vier Pflegekräfte aus Tunesien bei ihrer Einreise ins Augustinum Itzel-Sanatorium I in Bonn.
Die vier KandidatInnen hatten im Vorfeld bereits nach Abschluss ihres mehrjährigen Studiums und ihrer Arbeitserfahrung im Heimatland ein intensives Sprachtraining durchlaufen, bei dem sie das erforderliche Deutschniveau von B1 erfolgreich erreichten. Ergänzend zur fachlichen und sprachlichen Vorbereitung wurden sie gezielt auf den deutschen Arbeitsalltag, kulturelle Besonderheiten sowie die organisatorischen Abläufe im Pflegebereich vorbereitet. Auch bei administrativen Schritten wie Visumsanträgen wurde sie von Anfang an durch das educaro- Team in Tunesien unterstützt. Für eine Einrichtung wie das Augustinum schafft diese Vorarbeit eine wichtige Grundlage. Neue Mitarbeitende kommen nicht unvorbereitet, sondern mit einem realistischen Bild von dem, was sie erwartet.
Am Tag der Einreise war besonders schön zu sehen, dass die KandidatInnen bei der Abholung am Flughafen nicht nur von educaros Integrationsmanagerin, sondern auch von der Ansprechpartnerin der Klinik, Bettina Haug, sowie weiteren KollegInnen des Augustinums in Empfang genommen wurden. Und auch der weitere Tagesverlauf gestaltete sich für alle vier von Beginn an positiv. Die KandidatInnen bezogen eine großzügige, helle Wohnung in zentraler Lage in Königswinter, mit Blick auf Petersberg und Drachenfels auf der einen, und der Rheinpromenade auf der anderen Seite. Solche Wohnsituationen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bedachten Vorbereitung und machen einen spürbaren Unterschied darin, wie schnell jemand in einem fremden Land wirklich ankommt.
In den folgenden Tagen begleitete educaro die KandidatInnen durch alle zentralen administrativen Schritte. Dazu gehörten unter anderem die Kontoeröffnung, das Post-Ident-Verfahren für die SIM-Karten sowie die Anmeldung bei den zuständigen Behörden. Parallel dazu wurden erste alltägliche Wege im neuen Wohnumfeld erschlossen. Ziel war es, den KandidatInnen frühzeitig Selbstständigkeit zu ermöglichen, damit der Kopf frei ist für das, was zählt: Ein gelungener Start im Team des Augustinum Itzel-Sanatoriums I.
Ein weiterer besonderer Moment war der erste Besuch im Sanatorium selbst. Das weitläufige Anwesen am Rheinufer mit seiner gepflegten Parkanlage hinterließ einen starken ersten Eindruck. Für die KandidatInnen, die wenige Tage zuvor noch in Tunesien waren, war dies besonders eindrucksvoll.
Mit der Einreise allein endet die Begleitung durch educaro jedoch nicht. Die KandidatInnen werden weiterhin durch regelmäßige Gespräche begleitet und sprachlich auf B2-Niveau weiterentwickelt. Der nächste große Schritt ist die berufliche Anerkennung, die educaro gemeinsam mit den KandidatInnen und der Augustinum Wohnstifte gGmbH innerhalb von etwa 9 bis 12 Monaten anstrebt.
Vier KandidatInnen, zwei Städte, eine gemeinsame Richtung. Was diese Einreise zeigt, ist kein Einzelfall, sondern das Ergebnis eines Ansatzes, der auf beiden Seiten ernst genommen wird. Struktur und Begleitung, die nicht mit der Ankunft enden, sondern dort erst richtig beginnen. Für die KandidatInnen ist es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Für die Einrichtung wiederum beduetet es, dass neue Mitarbeitende nicht nur eine Lücke füllen, sondern langfristig mitgestalten.
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Adel ist im internationalen Pflegeprogramm von Educaro und arbeitet seit…